Einleitung
Das Schöne daran, zum Jahreswechsel einen neuen Blog zu starten, ist natürlich, dass die ersten Themen wie matschige Böllerreste auf der Straße liegen und nur darauf warten, aufgekehrt zu werden.
Wir starten mit dem Unvermeidbaren: Der Frage, welche LEGO Sets aus dem letzten Jahr mir persönlich am besten gefallen haben. In einem weiteren Beitrag werde ich dann noch meine eigenen Kreationen aus dem Jahr 2025 rekapitulieren, aber hier geht es nun also erstmal um die offiziellen Sets aus Billund.
Achtung: Es handelt sich hierbei um meine höchst subjektive Meinung. Ich habe nur einen Bruchteil der LEGO Sets des Jahres 2025 gebaut, viele der Sets interessieren mich auch einfach überhaupt nicht (abgesehen von der Frage, ob sie eventuell spannende neue Teile enthalten, die ich dann aber später auf Pick a Brick oder bei Bricklink-Händlern kaufe). Tatsächlich sind auch ein paar Themengebiete aus meinem Fokus herausgefallen, die mir in den Vorjahren noch wichtig waren. So habe ich mittlerweile eine ziemliche Übersättigung bzgl. der Harry Potter Themenwelt festgestellt und mir fast nichts aus dieser Reihe gekauft. Ähnlich erging es der Star Wars Themenreihe, aus der in den Vorjahren zumindest sporadisch einzelne Sets in meine Sammlung wanderten. Und ganz allgemein sind große, sehr teure Sets für mich im Moment nur selten bis gar nicht drin, weil ich dafür weder das Budget noch den Platz zum Ausstellen habe.
Insgesamt habe ich laut meiner bei brickset.com geführten Liste 64 verschiedene Sets in meiner Sammlung, die im Jahr 2025 erschienen sind. Diese Zahl kann sich natürlich in Zukunft noch erhöhen, bei ein paar Sachen warte ich noch auf gute Angebote oder den richtigen Moment.
Preislich gliederten sich meine Set-Käufe wie folgt:
Gratisbeigaben: 13 Sets
0,01 € bis 29,99 €: 23 Sets
30,00 € bis 49,99 €: 8 Sets
50,00 € bis 99,99 €: 14 Sets
100,00 € bis 199,99 €: 5 Sets
200,00 € und mehr: 1 Set
Für diese kleine Übersicht habe ich nun jeweils die UVP zugrunde gelegt, in der Realität habe ich einen Großteil der Sets natürlich deutlich günstiger bekommen (30 % bis 40 % Rabatt sind ja heutzutage schnell drin, brickmerge sei Dank!). Das teuerste und größte Set war die 910043: Festung im Wald für 279,99 € aus dem Bricklink Designer Program Series 3… und was soll ich sagen: Das Ding liegt immer noch in OVP in meinem Arbeitszimmer rum und ich „bereue“ den Kauf etwas, weil ich eigentlich keine Verwendung für solche Trümmer habe.
Meine Lieblingssets 2025
So, genug der langen Vorrede, welche Sets zählen denn nun zu meinen Favoriten?
10349: Fröhliche Pflanzen

Ich war von Beginn an ein Fan der Botanical Sets und finde sie als Ausstellungsstücke grundsätzlich fast alle großartig. Bautechnisch sind aber vor allem die Sträuße eher eintönig. Ein Dutzend mal die selbe oder ähnliche Blumen zu bauen ist dann doch eine ziemliche Strafarbeit. Ein weiterer Störfaktor: Auf Dauer ist es doch sehr lästig, die ausladenden und teilweise etwas fragil gebauten Konstrukte halbwegs frei von Staub zu halten. Aus diesen Gründen lag mein Fokus zuletzt eher auf kleineren und abwechslungsreicher gestalteten Blumen-Bausätzen. Sehr gut gefiel mir davon die elegante „Four Gentlemen“-Kollektion, die vier in der chinesischen Kultur bedeutsame Pflanzen stilsicher und mit wenig Aufwand umsetzte. Mein persönlicher Favorit davon – die Pflaumenblüte – ist allerdings schon im zweiten Halbjahr 2024 erschienen und findet deshalb keinen Platz auf dieser Liste.
Dafür hat mich 2025 aber noch ein anderes kleines Botanical Set begeistert: Alles andere als elegant, dafür pummelig, drollig, niedlich… oder einfach nur „kawaii“. Die Happy Plants machen Freude. Das Hauptaugenmerk des Sets liegt dabei gar nicht auf den Pflanzen, sondern auf den niedlichen Töpfen, die an sich zwar vollkommen unspektakulär gebaut sind, denen aber durch einfachste Mittel – eine bedruckte Fliese mit einem freundlichem Strichlinien-Gesicht sowie Tubes und Round Bricks als Ärmchen und Beine – unfassbar viel Charme und Leben eingehaucht wurde. Freundlich winken die beiden von wo auch immer man sie hinstellt. In meinem Haushalt ist das ein Regalbrett in unserem Gästebad. Ein passender Standort insbesondere für den blauen Kollegen, dessen mampfenden Gesichtsausdruck man auch gut als Pressen oder Luftanhalten interpretieren könnte.
Die eigentlichen Pflanzen – ein schnittiger kleiner Drachenbaum und eine wild sprießende Pilea – sind unspektakulär gebaut, geben den Pottgesichtern aber weiteren Charakter. Insgesamt ein wirklich tolles Duo, das sich super als kleines Gastgeschenk eignet.
21358: Spielzeugautomat mit Minifiguren

Als der Entwurf im Mai 2024 bei LEGO Ideas als einer der Gewinner der damaligen Review-Runde verkündet wurde, habe ich noch eher desinteressiert mit den Schultern gezuckt. Eine nette Idee, ja. Aber nutzt der Gag sich nicht schnell ab? Und ist es nicht am Ende nur ein eher hochpreisiges Vehikel, um herbeigesehnte Minifiguren-Varianten unters Volk zu bringen? Als der „Spielzeugautomat mit Minifiguren“ im vergangenen Sommer rauskam, haben mich die vielen positiven Besprechungen dazu dann aber doch neugieriger gemacht, und im November habe ich dann mit einem guten Rabatt für etwas über 100 € bei Müller spontan zugeschlagen.
Die Auswahl an Minifiguren ist solide, besonders gut gefallen mir der Kraken-Warrior, der Fabuland-Elefant sowie die beiden Paradisa-Figuren. Die Classic Space-Figuren in zwei neuen Farben werden sicherlich auch einige Fans sehr glücklich machen. Wirklich umgehauen hat mich aber der Bau des eigentlichen Automaten. Man ist heutzutage ja eher kleinteilige Sets gewöhnt, doch hier wächst weitestgehend ohne Kleinkram und deshalb in rasantem Tempo ein tolles Design-Objekt in die Höhe, das zudem ohne einen einzigen Sticker auskommt. Ein extrem belohnendes Bauerlebnis, das auch nicht durch das kurze Technic-Intermezzo zur Umsetzung der genialen Spielfunktion getrübt wird.
Apropos Spielfunktion: Diese läuft absolut reibungsfrei und fühlt sich überraschend „echt“ an. Selbst meine Kinder im Alter von zweieinhalb bis viereinhalb Jahren können sie ohne Probleme bedienen und haben Spaß daran, sich ab und zu kleine Süßigkeiten, die ich statt der Minifiguren in die Kugeln gefüllt habe, aus dem Automaten zu ziehen. Einziges kleines Manko: Der Dreh-Griff zur Bedienung des Automaten ist aufgeregten Kinderhänden nicht gewachsen und löst sich ab und zu.
31175: Einhorn Schloss

Das Einhorn Schloss stand auf dem Weihnachtswunschzettel meiner Tochter… weil ich es heimlich selber dort drauf geschrieben habe. Ja, ich gestehe! Ich habe ein vierjähriges Kind schamlos dafür ausgenutzt, ein LEGO Set in die Finger zu bekommen, das ich insgeheim selber gerne haben wollte.
Das pastellbunte Wolkenschloss gibt drei behuften Bewohnern ein zu Hause. Tatsächlich handelt es sich nur bei einem der Fabelwesen um ein „echtes“ Einhorn. Die anderen beiden WG-Kollegen sind Pegasi, und können, da für sie eine andere Mould verwendet wurde, auch nicht mit einem der Leih-Hörner ausgestattet werden, die dem Set als Ersatzteile beiliegen. Ein unerhörter Etikettenschwindel, der meiner vierjährigen Tochter zum Glück noch nicht aufgefallen ist, der aber sicher in manch anderen Kinderzimmern zu empörten Bemerkungen geführt haben dürfte.
Der Bau des Hauptmodells dieses 3-in-1-Sets (als B und C Modelle werden eine Stallung sowie ein Wolkenschiff vorgeschlagen) erweist sich als relativ kleinteilig. Die Landschaft aus diversen weißen Curved Slope-Wolken und einer Regenbogen-Treppe ist stabil und optisch ansprechend. Die einzelnen Türme sind auch sehr hübsch anzusehen, lediglich der lavender-farbene Turm auf der linken Seite fällt schnell einmal um. Gut gefallen hat mir die Verwendung zweier Half Cones (Part ID 38317) in Yellowish Green und Light Nougat. Diese werden auf den Kopf gestellt seitlich an dem Bauwerk befestigt und kaschieren so den Überhang der beiden Seitentürme. Meine Tochter hat hierin zudem schnell eine versteckte Spielfunktion ausgemacht: Da sich die Half Cones leicht aufklappen lassen, können unsere behuften Freunde diese als Toilette benutzen! Eine WG mit nur drei Einwohnern und zwei Toiletten? Jetzt bin auch ich davon überzeugt, dass es sich hier wahrlich um ein Zauberschloss handeln muss!

Als weitere Spiel-Accessoires enthält das Schloss eine goldene Karotte, ein goldenes Fernrohr und einen roten Funkeldiamanten. Ein kleiner Wasserfall dient den Bewohnern zudem als Tränke. Um das Set wirklich bespielen zu können, ist der Platz allerdings dann doch deutlich zu eingeschränkt. Es gibt insgesamt nur drei Positionen, an denen Einhorn und Pegasi sinnvoll platziert werden können. Das finde ich bei einer UVP von 39,99 € aber absolut verständlich. Tatsächlich wünsche ich mir, dass LEGO im neuen Jahr eine größere Version dieses Schlosses herausbringt, damit ich… äh… damit meine Tochter es sich dann zum nächsten Weihnachtsfest wünschen kann. Etwas mehr Spielset und etwas weniger Ausstellungsstück. Ansonsten aber top und eines meiner Lieblings-Sets des Jahres.
31215: Vincent van Gogh – Sonnenblumen

Die LEGO Art Reihe macht sich in meinem Haushalt mittlerweile noch mehr breit als die vielen Botanicals: Astronauten-Mosaik, Spider-Man-Poster und die beiden Aras sind über die Kinderzimmer verteilt, die Hokusai-Welle hängt im Gästebad, die LOVE-Skulptur und die große Weltkarte fanden im Wohnzimmer ihren Platz. Im Arbeitszimmer hängt das große Darth Vader Mosaik (gebaut aus drei Exemplaren des Sith-Mosaiks), außerdem die Milchstraßen-Galaxie und seit letztem Herbst auch van Goghs Sonnenblumen. Die Idee, Wandkunst in welcher Form auch immer aus LEGO zu erzeugen, gefällt mir weiterhin so gut, dass ich mit meinen Brettspiel-Covern mittlerweile diverse MOCs kreiert habe, die auch in diese Richtung gehen (dazu in einem späteren Beitrag noch mehr, bis dahin verweise ich auf meinen Instagram Kanal @klemmplem bzw. auf meinen MOC-Shop).
Die ART Reihe gehört also offensichtlich zu meinen Lieblings-Serien von LEGO. Im vergangenen Jahr kamen vier Sets dazu heraus, von denen mir die Sonnenblumen am besten gefallen haben. Aber auch das schon erwähnte LOVE-Set und auch die Umsetzung von Keith Harings Dancing Figures sprechen mich an. Letztere habe ich tatsächlich erst in dieser Woche gebaut und werde auch diese bunten Gesellen in einem der Kinderzimmer aufhängen.
Das Sonnenblumen-Bild ist für mich jedenfalls die bislang überzeugendste LEGO-Umsetzung eines echten Gemäldes. Besonders beeindruckend finde ich dabei, dass es gelungen ist, eine Illusion von Tiefe zu erzeugen, ohne dass Teile des Baus allzu weit aus dem Bild herausragten (anders als noch bei der Umsetzung von van Goghs Sternennacht). Der Bau des Gemäldes ist nun zugegebenermaßen wenig abwechslungsreich. Die ersten 6 Bauabschnitte wandern komplett in den Rahmen. Darauf folgen 18 Bauabschnitte, in denen man mehrere sehr ähnliche Segmente baut, die mit unzähligen Tiles in Yellow und Bright Light Yellow zugepflastert den Hintergrund ergeben. Danach wirkt dann selbst der eigentlich repetitive Bau der goldenen Sonnenblumen-Blüten richtig erfrischend!
Wer jedenfalls innovative Techniken oder ein abwechslungsreiches Bauerlebnis sucht, wird hier eher enttäuscht werden. Dennoch: Die meditative Fleißarbeit lohnt sich, denn das Ergebnis ist meiner Meinung nach absolut wunderschön und trifft die Vorlage so gut, dass man erst beim zweiten oder dritten Hinschauen erkennt, dass es sich um ein LEGO Set handelt.
40820: Große Weihnachtsmann-Minifigur

Meine Frau verwendet jedes Jahr einen ganzen Urlaubstag darauf, unsere Wohnräume weihnachtlich zu schmücken. Meine Rolle dabei beschränkt sich darauf, ihr die zahllosen Kisten mit der Weihnachts-Deko vom Dachboden herunter zu schleppen… und ihr passende LEGO-Sets unterzujubeln, die dann in ihr Gesamtkunstwerk integriert werden. Auch 2025 kamen natürlich wieder ein paar coole Weihnachts-Sets heraus, wobei mich gerade das größte und teuerste Set, der Familien-Weihnachtsbaum, eher kalt gelassen hat.
Am besten gefiel mir von der letztjährigen Saisonware die Große Weihnachtsmann Minifigur. Ich mag die kleine Serie der hochskalierten Figuren einfach sehr. Aktuell gibt es davon sechseinhalb, wenn man das Space Baby dazu zählt. Bautechnisch sind die Körper natürlich immer sehr ähnlich, lediglich die Accessoires, Frisuren und Kopfbedeckungen bringen Abwechslung rein. Aber solange davon nicht zehn Sets pro Jahr rauskommen, freue ich mich über gelegentliche Neuzugänge. Bart und Mütze des Weihnachtsmanns sind jedenfalls gut getroffen, nur der Druck auf dem Bauch-Panel ist zu blass geraten. Außerdem hätte ich mir als weiteres Accessoire noch einen Sack gewünscht, und ich wundere mich gerade sehr, dass ich auf die schnelle kein MOC auf rebrickable.com dazu finden konnte. Vielleicht nehme ich mich der Sache mal an…
Außerdem noch auf meinem Einkaufszettel
Als Rausschmeißer möchte ich noch kurz ein paar Sets aus 2025 erwähnen, die ich aktuell noch nicht besitze, die aber wahrscheinlich über kurz oder lang noch in meine Sammlung wandern werden (alle folgenden Bilder sind Produktbilder von LEGO):
21063: Schloss Neuschwanstein

Das Original habe ich nie besucht (und habe dies auch nicht vor), trotzdem habe ich eine nostalgische Erinnerung an das Schloss Neuschwanstein: Als Kind besaß ich eine große 3D-Puzzle Version dieses Bauwerks, an der ich wochenlang rumgebastelt habe. Ich erinnere mich überraschend konkret daran, wie die einzelnen Bauabschnitte aussahen, wie sich die Schaumstoff-artige Basis der Teile anfühlte und wie sich die darauf festgeklebten Drucke ablösten, wenn man beim Bau nicht aufpasste. Diese nostalgische Erinnerung alleine würde es nun aber noch nicht rechtfertigen, mir ein Set mit einer UVP von rund 270 € anzuschaffen… Aber ich finde das Ding halt leider auch einfach wunderschön. Micro-Scale Landschaften und Bauwerke faszinieren mich eh, und während ich mich beim Notre-Dame Set des Vorjahres noch zurückhalten konnte, werde ich beim Schloss Neuschwanstein wahrscheinlich bei einem der nächsten guten Angebote schwach werden…
21362: Mineraliensammlung

Die Umsetzung der Mineraliensammlung – basierend auf einem Ideas-Entwurf – finde ich zwar nur teilweise gelungen, möchte das Set aber trotzdem irgendwann mein Eigen nennen. Wieder ist der Grund dafür eine nostalgische Erinnerung, dieses mal aber eine deutlich relevantere: Mein Opa – der zum großen Glück meiner Kindheit direkt im Haus nebenan wohnte – hat mit großer Leidenschaft Mineralien gesammelt und diese in seinem ganzen Haus ausgestellt. Ich habe als Kind Stunden damit zugebracht, mir die funkelnden Schätze anzuschauen und mich über die tollen Farben und Formen zu wundern. Ein LEGO-Set, das diese Leidenschaft würdigt, muss natürlich in meine Sammlung, auch wenn mir die Umsetzung bzw. Komposition eigentlich etwas zu bunt erscheint.
72046: Game Boy

Schon wieder Nostalgie, wobei das hier natürlich viel offensichtlicher und nicht so individuell ist, wie bei den beiden vorherigen Sets. Dass der Game Boy für Kinder der 90er (dazu zähle ich mit Jahrgang 1986) ein absolutes Phänomen war, brauche ich wohl niemandem zu erklären. Ich möchte diese kleine Hommage an das wichtigste Stück Unterhaltungselektronik meiner Kindheit unbedingt selber bauen und in den Händen halten.
75639: Das Piratenschiff Flying Lamb

Die Erinnerungen an One Piece sind eher meinen Teenie-Jahren als meiner Kindheit zuzuordnen, und ich habe diesen Anime auch nur ein paar Staffeln lang geschaut. Dass die Serie immer weiter lief und mittlerweile deutlich über 1.000 Folgen hat, war mir zwar bewusst, aber tiefer hat es mich da nie reingezogen. Ich bin also wahrlich kein One Piece-Ultra, aber ein paar Minifiguren zu dieser Serie hätte ich trotzdem sehr gerne in meiner Sammlung. In diesem Kontext finde ich es absolut großartig, dass LEGO die fünf ersten Crew-Mitglieder in einem einzelnen Set versammelt, das dann auch noch wirklich hübsch anzusehen und zu einem akzeptablen Preis zu haben ist.
72037: Mario Kart™: Mario & Standard-Kart

Der Game Boy war die erste und einzige Nintendo-Konsole meiner Kindheit, stattdessen wurde irgendwann Playstation gespielt. Lustiger Nebeneffekt davon: Wenn mein Vater sauer auf uns war, hat er die Begriffe im Zorn manchmal durcheinander geworfen und uns dann „Playboy-Verbot“ erteilt. Mario Kart habe ich deshalb jedenfalls erst so richtig auf der Wii meiner (mittlerweile) Ehefrau kennen und lieben gelernt, und auch auf der zwischenzeitlich angeschafften Switch ist es unser gemeinsames Lieblingsspiel. Das dazugehörige LEGO Modell finde ich optisch ansprechend und würde es sehr gerne einmal bauen, trotzdem ist es am ehesten der Wackelkandidat auf dieser kleinen Liste.
Fazit
Ich könnte hier noch ewig weiter schreiben. Ich habe zum Beispiel noch gar nicht erwähnt, was mein meistgekauftes Themengebiet des Jahres war (Speed Champions, und das obwohl ich mit Formel 1 so gar nichts am Hut habe). Aber ich möchte diesen ersten richtigen Blog-Beitrag nun auch nicht übermäßig aufblähen.
Mein LEGO-Jahr 2025 war in der Rückschau jedenfalls davon geprägt, dass ich meine Sets etwas bewusster und gezielter gekauft habe, als in den Jahren davor. Insbesondere habe ich nicht mehr so viele Sets nur deshalb gekauft, weil sie stark rabattiert waren. Das habe ich in den Vorjahren häufiger gemacht, um die Sets auszuparten und so einen Grundstock für meine Einzelsteine-Sammlung zu legen. Mittlerweile macht das aber nur noch in den seltensten Fällen Sinn, weil die Sets dann eben doch zu 95 % „More of the same“ enthalten und es für mich effizienter ist, dann gezielt neue Einzelsteine bei Pick a Brick oder Bricklink-Händlern zu kaufen. Viel bedeutender für mein LEGO-Jahr 2025 war aber mein endgültiger Wandel zum MOCer. Ich habe in diesem Jahr meinen ersten wirklich aussichtsreichen Entwurf bei LEGO Ideas hochgeladen, außerdem habe ich meine Kreationen erstmals auf einer kleinen Ausstellung gezeigt. Mit meinen Brettspiel-Covern habe ich zudem eine kleine Serie gestartet, die insbesondere auf reddit viel Aufmerksamkeit erfahren hat und die zur Gründung meines kleinen MOC-Shops führte. Mehr dazu erfahrt ihr in Kürze in meinem zweiten Rückblicks-Beitrag, der sich dann ausschließlich mit meinen eigenen Werken aus dem Jahr 2025 befassen wird.
Liebe Grüße
Euer Martin
