Es ist etwas paradox: Ich bin eigentlich überhaupt kein Auto-Typ. Im Straßenverkehr erkenne ich die verschiedenen Marken nicht, die ersten Identifikationsmerkmale eines Fahrzeugs sind für mich bis heute Farbe und Nummernzeichen. Und auch Supercars, Hypercars, Muscle Cars oder was auch immer lösen bei mir eigentlich keine besondere Faszination aus… Es sei denn, sie sind aus Klemmbausteinen gebaut und ca. 8 Noppen breit.
Die Speed Champions von LEGO bilden eine der wenigen Themenreihen, zu denen ich aktuell eine vollständige Sammlung besitze. Dabei beschränke ich mich explizit auf die 8 Noppen breiten Modelle, die erstmals im Jahr 2020 veröffentlicht wurden. Davor gab es seit 2015 schon Speed Champions-Modelle mit sechs Noppen Breite, die aufgrund des kleineren Maßstabs jedoch mehr an klassische City-Spielsets erinnerten. Mit der Hoch-Skalierung auf 8 Noppen vollzog die Serie einen Wandel: Weg von den eher niedlich anmutenden Flitzern und hin zu detailgetreueren Modell-Autos. Tatsächlich war diese Umstellung damals wohl nicht unumstritten: Viele Sammler störte, dass die neuen Modelle nicht mehr zu den alten passten und zudem für die klassischen Straßenplatten oder gängige LEGO-Stadt-Layouts nun eigentlich zu groß waren. Gleichzeitig gab es aber auch viele positive Reaktionen, da es der größere Maßstab ermöglichte, die charakteristischen Merkmale der Karosserien besser umzusetzen und auch das Interieur realistischer zu gestalten. Wo vorher gerade genug Raum für eine mittig platzierte Minifigur vor einem Lenkrad war, konnten auf einmal zwei Sitze, Lenkrad, Armaturen und Schaltknüppel halbwegs vernünftig angeordnet werden.
Der kleine Martin und die Spielzeugautos
Ich selber habe diese Umstellung aber nur am Rande mitbekommen. Meine ersten Speed Champions habe ich nämlich erst im Jahr 2022 gekauft. Damals zogen der Dodge Charger aus Fast & Furious (76912) und wenig später James Bonds Aston Martin DB5 (76911) bei mir ein, Anfang 2023 folgte dann noch der Nissan Skyline GT-R aus 2 Fast 2 Furious (76917). Es waren also offensichtlich Filmlizenzen, die bei mir ein Anfangsinteresse an dieser Themen-Welt auslösten. Ich erinnere mich noch, dass ich den Bau der Modelle aufgrund der kleinteiligen Bauweise damals als eher anstrengend empfunden habe. Die Autos haben mir im Ergebnis aber alle gut gefallen, insbesondere der elegante und ikonische Aston Martin DB5 hatte es mir angetan. Trotzdem habe ich die Modelle nach einiger Zeit wieder zerlegt, in Zip-Beuteln verstaut und dann über ein Jahr lang komplett vergessen…
Im Sommer 2024 waren es dann die angenehm unaufgeregten Videos des amerikanischen LEGO Youtubers JANGBRiCKS, die mich dazu brachten, die drei „alten“ Modelle noch einmal hervor zu kramen, wobei ich insbesondere den Dodge Charger erschreckend lange in meinem Chaos suchen musste. Und irgendwie hat sich beim erneuten Aufbau dieser Modelle dann ein Schalter in mir umgelegt: Was ich zuvor noch als anstrengend kleinteilig empfunden hatte, löste auf einmal Faszination in mir aus. Ich war wirklich überrascht, dass es gelingen konnte, aus den weitestgehend standardisierten Klemmbausteinen nur durch clevere Bautechniken dynamische Formen auf kleinstem Raum zu erzeugen, die den echten Autos zumindest annähernd entsprachen.
Außerdem lösten die Modelle in mir plötzlich eine kindliche Freude und einen „Haben-Wollen“-Reflex aus, der mich an ein längst vergessenes Spiel aus Kindheitstagen erinnerte: Als ich ein kleiner Junge war, fuhr meine Mutter mit mir und meinem kleinen Bruder regelmäßig im Linienbus durch unseren Heimatort. Die Fahrzeit habe ich mir damals oft damit vertrieben, die anderen Autos im Straßenverkehr aus der Luft zu grapschen und in meine Hosentaschen zu stecken. Wieder zu Hause führte mein erster Weg mich dann zielgerichtet zu meinem Wäschekorb mit den Spielzeugautos, in den ich dann eifrig den imaginären Inhalt meiner Hosentaschen entleerte…

Stolz wie Bolle: Zwei dutzend Spielzeug-Autos und tausende unsichtbare!
Und was soll ich sagen: Über drei Jahrzehnte später ertappte ich mich plötzlich dabei, wie ich mit ähnlicher Gier sämtliche Speed Champions einsacke, die mir in die ehemaligen Patsche-Finger kamen. Im Juni 2024 habe ich tatsächlich innerhalb von nur wenigen Wochen ganze 34 (in Worten: „vierunddreißig“) Speed Champions Fahrzeuge gekauft und damit die rückwirkende Sammlung auf einen Schlag nahezu komplettiert (die letzten Lücken habe ich aber erst kürzlich geschlossen).
Speed Champions von 2020 bis 2026
Tatsächlich war der Zeitpunkt für einen Einstieg bei den 8-Noppen Speed Champions im Sommer 2024 noch halbwegs passend. Zum einen war die Anzahl der damals bereits erschienenen 8-Noppen Speed Champions Sets noch nicht so ausufernd groß, dass das Sammelgebiet direkt durch die schiere Masse unerschwinglich gewesen wäre. Zudem waren insbesondere die Sets aus den Jahren 2022 und 2023 teilweise sehr günstig zu haben (einige Modelle für unter 13 €). Die Sets aus den Jahren 2020 und 2021 waren hingegen zwar schon „EOL“ (End of Life, also nicht mehr im Programm). Man konnte aber viele dieser Sets noch zu halbwegs vernünftigen Preisen auf dem Sekundärmarkt oder bei Bricklink-Händlern nachkaufen.

Nicht im Bild: Die drei neuen Modelle aus August 2026
2020: 5 Sets, davon 2 Doppel-Sets = 7 Fahrzeuge
2021: 6 Sets, davon 3 Doppel-Sets = 9 Fahrzeuge
2022: 7 Sets, davon 2 Doppel-Sets = 9 Fahrzeuge
2023: 5 Sets, davon 1 Doppel-Set = 6 Fahrzeuge
2024: 9 Sets, davon 3 Doppel-Sets = 12 Fahrzeuge
2025: 15 Sets, davon 1 Doppel-Set = 16 Fahrzeuge
2026 (einschließl. August-Neuheiten): 13 Sets, davon 1 Doppel-Set = 14 Fahrzeuge
insgesamt: 60 Sets, davon 13 Doppel-Sets = 73 Fahrzeuge
Härtetest für die Sammelleidenschaft: Formel-1-Modelle
Seit meinem Rundumschlag habe ich meine Sammlung aktuell gehalten und die jeweils neuesten Speed Champions Sets regelmäßig bei ersten guten Angeboten erworben. Dabei hat die im Jahr 2025 erschienene Formel-1-Serie meine Sammelleidenschaft direkt einmal auf eine etwas härtere Probe gestellt. Während es in den Vorjahren schon einzelne F1-Boliden in Speed Champions-Sets geschafft hatten, wurden im März 2025 auf einen Schlag sämtliche Teams der Rennsaison 2024 mit eigenen Sets gewürdigt. Es erschienen also gleich zehn sehr ähnliche Modelle auf einmal. Da ich die Formel-1 nicht aktiv verfolge, habe ich etwas mit mir gerungen, ob ich mir wirklich alle Modelle kaufen soll. Am Ende fanden über das Jahr verteilt dann aber doch sämtliche Boliden nach und nach ihren Weg zu mir und im Ergebnis bin ich durchaus glücklich darüber. Auch wenn die Fahrzeuge auf den ersten Blick bautechnisch nahezu identisch wirken, finden sich im Detail doch interessante Abweichungen, insbesondere bei den Seitenkästen und dem Überrollschutz. Außerdem ist es auch irgendwie cool, das gesamte Feld eines Formel-1-Jahrgangs abgedeckt zu haben.

In den ersten Monaten des Jahres 2026 erschienen drei weitere ähnliche Modelle: Das APXGP Team Race Car (77252) basiert auf einem fiktiven Team aus dem „F1 The Movie“-Film mit Brad Pitt. Mit dem F1 ACADEMY LEGO Race Car (77258) wird die von LEGO gesponserte Nachwuchsserie für weibliche Fahrerinnen gewürdigt. Das Audi Revolut F1 Team R26 Race Car (77259) ist wiederum einem echten F1-Boliden eines neuen Teams der Rennsaison 2026 nachempfunden. Logisch wäre in diesem Kontext nun auch ein Modell zu dem in 2026 ebenfalls neuen Team Cadillac. Alle diese Modelle haben bzw. hätten neben der 2024er-Serie eine Berechtigung. Dass nun allerdings schon erste Gerüchte dazu auftauchen, dass wir bereits zu Beginn des Jahres 2027 erneut das gesamte Feld der F1-Teams als Speed Champions erhalten könnten, lässt mich etwas ratlos zurück. Damit hätte sich LEGO gerne ein paar Jahre mehr Zeit lassen können. Im Ergebnis bilden die Formel-1-Modelle jedenfalls eine nette „Sub-Serie“ bei den Speed Champions.
F1-Boliden in der „8-Noppen Ära“:
Formel-1-Saison 2021:
– 76909: Mercedes-AMG F1 W12 E Performance (Double Pack mit Mercedes-AMG Project One)
Formel-1-Saison 2023:
– 76919: 2023 McLaren Formula 1 Car
– 76925: AMR23 (Double Pack mit Aston Martin Vantage Safety Car)
Formel-1-Saison 2024:
– 77242: Ferrari SF-24
– 77243: Oracle Red Bull Racing RB20
– 77244: Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team W15 E Performance
– 77245: Aston Martin Aramco F1 AMR24
– 77246: Visa Cash App VCARB 01
– 77247: KICK Sauber F1 Team C44
– 77248: BWT Alpine F1 Team A524
– 77249: Williams Racing FW46
– 77250: MoneyGram Haas F1 Team VF-24
– 77251: McLaren F1 Team MCL3
Formel-1-Saison 2026:
– 77259: Audi Revolut F1 Team R26 Race Car
Sonstige (verwandte Rennserien, Filme):
– 76898: Formula E Panasonic Jaguar Racing GEN2 Car (Double Pack mit Jaguar I-PACE eTROPHY)
– 77252: APXGP Team Race Car
– 77258: F1 ACADEMY LEGO Race Car
Filmlizenzen bei den Speed Champions
Eine weitere Sub-Serie der Speed Champions-Themenwelt sind Fahrzeuge, die mit einer Film- oder theoretisch auch einer Serien-Lizenz verbunden sind.

Speed Champions mit Filmlizenzen:
76911: 007 Aston Martin DB5
76912: Fast & Furious 1970 Dodge Charger R/T‘
76917: 2 Fast 2 Furious Nissan Skyline GT-R (R34)
77241: 2 Fast 2 Furious Honda S2000
77252: APXGP Team Race Car
77255: Lightning McQueen
77256: Time Machine from Back to the Future
77260: Fast & Furious Toyota Supra MK4
Vier dieser acht Sets erschienen erst in diesem Jahr, Film-Lizenzen rücken also auch bei den Speed Champions zunehmend in den Fokus. Dabei wäre es schön, wenn die Fixierung auf die Fast & Furious-Reihe zugunsten anderer Lizenzen etwas zurücktreten würde, denn das Potenzial ist hier nahezu endlos. Spontan gut vorstellen könnte ich mir:
– K.I.T.T. aus „Knight Rider“
– der Plymouth Fury aus „Christine“
– der „geölte Blitz“ Hot Rod aus „Grease“
– der GMC-Vandura des „Das A-Team“
– der ECTO 1 aus „Ghostbusters“
– die Familienkutsche der Simpsons
– die Mystery Machine aus Scooby-Doo
– der 1967 Chevrolet Impala aus Supernatural
– der Lotus Esprit aus „James Bond – Der Spion, der mich liebte“
– der VW Käfer aus Herbie
– der Austin Mini 1000 von Mr. Bean
– der 1967er Ford Mustang Shelby GT500 a.k.a. „Eleanor“ aus „Nur noch 60 Sekunden“
und so weiter und so fort. Einige dieser Fahrzeuge (ECTO 1, Mystery Machine, Simpsons-Karre) gab es in verschiedenen Ausführungen auch schon mal von LEGO, allerdings eher als Spiel-Sets bzw. als Teil größerer Bausätze. Zugegebenermaßen passen auch nicht alle genannten Fahrzeuge so wirklich zur Bezeichnung „Speed Champions“. Um einer Verwässerung dieses Labels vorzubeugen, könnte man aber auch einfach eine neue Schwester-Themenreihe starten, die dann halt „Movie Champions“ oder so ähnlich heißen könnte.
Absichtlich nicht mit aufgeführt habe ich in der obigen Liste die zahlreichen Batmobile, da es diese bereits in verschiedenen Varianten – regelmäßig auch im Speed Champions-Maßstab – von LEGO gibt. Zuletzt erschienen mit der „Legendary Batmobile Collection“ gleich drei Batmobile, die in Gestaltung und Maßstab so gut passen, dass man sie ohne weiteres gemeinsam mit den Speed Champions ausstellen könnte. Nur aus diesem Grund habe ich mir die drei Modelle zwischenzeitlich auch gekauft, um anschließend – typisch für mich – in das nächste Rabbit Hole zu fallen: Batmobile im Minifiguren-Maßstab… doch das ist ein Kapitel für einen anderen Blog-Artikel.
Faszination Speed Champions
Es gibt natürlich noch weitere spannende Sub-Themen (z.B. Autotyp oder Hersteller), doch bevor ich mich nun zu sehr im Detail verliere und aus dieser mäandernden Einleitung zu den Speed Champions direkt eine ganze Doktorarbeit mache, möchte ich zum Abschluss zur eigentlich Kernfrage zurück kommen: Was genau macht die Speed Champions für mich so attraktiv?
Ich bin – wie eingangs schon erwähnt – eigentlich überhaupt kein Auto-Fan. Der offensichtlichste Grund, nämlich eine Faszination für die Materie der Themenwelt, trifft bei mir also eher nicht zu. Stattdessen sind die Speed Champions sind für mich als Sets zunächst einmal aus rein praktischen Gründen interessant: Nach nun etwa sieben Jahren im LEGO Hobby habe ich mittlerweile eine gewisse Abneigung gegen allzu große und teure Sets, die ich in unserem Haushalt mit drei kleinen Kindern ohnehin nur sehr eingeschränkt „ausstellen“ könnte. Ich mag es am liebsten kompakter, und gerne auch ohne unnötiges „Gerappel“ (also Nebenbauten und lose Extra-Teile), das dann eh nur rumfliegt. Auch der Kostenfaktor spielt eine Rolle: Ich kaufe mir eher über das Jahr verteilt 15 Sets zu je 20 € als ein Set für 300 €. Hinzu kommt der wirklich praktische Umstand, dass ich die Speed Champions optimal verstauen kann. Ich besitze einen großen Systemschrank mit vielen sehr tiefen Schubladen, die wie dafür gemacht sind, LEGO-Einzelteile oder auch aufgebaute Modelle bis zu einer gewissen Höhe zu lagern. Ich kann die Speed Champions daher im aufgebauten Zustand verwahren und sie jederzeit schnell hervorholen, ohne eine explizite Ausstellungsfläche für sie bereithalten zu müssen.

18 Speed Champions in einer Schublade
Das sind nun wie gesagt alles eher praktische Gründe, die alleine noch nicht ausreichen würden, eine Sammelleidenschaft auszulösen. Was mich letztlich zu einem Speed Champions Liebhaber und Sammler gemacht hat, ist Folgendes: Ich habe in den letzten Jahren so ziemlich jede aktuelle LEGO Themenwelt zumindest einmal ausprobiert. Keine andere Reihe schafft es in meinen Augen, so konstant und auf so kleinem Raum mit immer wieder überraschenden und spannenden Bautechniken aufzutrumpfen, wie die Speed Champions. Dass es gelingt, dass die Modelle den Vorlagen mit ihrer geschwungen-dynamischen Formgebung zumindest annährend entsprechen, liegt nicht etwa an einer inflationären Nutzung neuer hochspezialisierter Formteile, sondern am cleveren Einsatz der bestehenden Teilepalette. In nahezu jedem Speed Champion findet sich irgendwo ein geometrischer Geniestreich, in dem Teile auf ungewöhnliche Weise miteinander verbunden werden. Klar gibt es bei den Speed Champions auch immer wieder neue Steine-Formen. Oft sind die Modelle sogar Vorreiter, in denen neue Teile erstmalig auftauchen, wie zuletzt beispielsweise die „Käse-Innenecke“ und „Käse-Außenecke“. Diese neuen Teile sind aber regelmäßig logische Fortentwicklungen des bestehenden Teile-Systems und eben keine One-Hit-Wonder, die außerhalb des jeweiligen Sets kaum verwendbar wären. Dazu werden Details in den Bauten oft auf überraschende Weise gelöst, indem altbekannte Teile zweckentfremdet werden. So werden Löffel zu Rückspiegeln, Ski-Bretter zur „Finne“ am Rennwagen, Hack-Beile zu Klappen am Heck und Hutfedern zu Rückleuchten. Die Speed Champions sind für mich daher Master Class in Sachen Bautechniken und Teileverwendung („NPU“ = „Nice Part Usage“).
Bei aller Lobhudelei gab und gibt es aber auch Aspekte, die man an den Speed Champions kritisieren kann: Details, die sich bautechnisch dann doch nicht lösen lassen, werden immer noch zu oft mit Stickern statt mit vernünftigen Drucken umgesetzt. Das ist insbesondere dann ärgerlich, wenn die Sticker farblich vom Untergrund abweichen und dadurch umso mehr auffallen. Bei Drucken gibt es hingegen ab und zu das Problem, dass diese nicht mit ausreichender Deckkraft erfolgen. Insbesondere bei hellen Drucken schimmert die Untergrund-Farbe manchmal durch und es entstehen Mischtöne, die das Gesamtbild sehr stören können. Ich habe allerdings das Gefühl, dass LEGO sich dieser Probleme zunehmend bewusst wird und um Besserung bemüht ist. Was hingegen leider in den letzten Jahren immer schlechter geworden ist, ist die Präsentation der Sets. Das Schachtel-Design und die Bauanleitungen sind lieblos und austauschbar (das betrifft allerdings das gesamte LEGO-Sortiment), bei den Speed Champions Sets fehlt zudem jegliche Hintergrundinformation über die gebauten Modelle. Man kann heutzutage schon froh sein, wenn sich irgendwo in der Anleitung oder der Schachtelrückseite ein vernünftiges Vergleichsfoto des realen Fahrzeugs findet. Weitere Informationen sucht man vergeblich, auch auf den Produktseiten auf lego.de findet sich regelmäßig nur das typische Marketing-Geblubber und nahezu keine interessanten Hintergrundinformationen zum Modell.
Insgesamt überwiegen für mich die Reize dieser Themenreihe aber deutlich. Die Speed Champions erlauben es mir ab und an, einen anstrengenden Tag mit einem kleinen Bauprojekte abzuschließen und kitzeln dabei meine Neugier und Faszination für spannende Bautechniken. Und auch wenn ich immer wieder sage, dass mich Autos eigentlich gar nicht so sehr interessieren: Cool sieht das Ganze halt einfach trotzdem aus und ich bin mir sicher, dass auch der kleine Martin von damals große Freude an dieser Sammlung gehabt hätte.



